ETL: Einbauküche ist ein einheitliches Wirtschaftsgut

06.04.2017

Eine moderne Kücheneinrichtung besteht aus Herd mit Abzugshaube, Spüle, Kühlschrank, Geschirrspüler und diversen Schränken in ihren Formen als Unter- oder Ober- bzw. Hängeschrank. Viele Teile sind dabei durch eine durchgängige Arbeitsplatte miteinander verbunden. Die Preise aller Einzelteile ergeben in der Summe vier- bis fünfstelligen Beträgen. Mussten Vermieter eine Einbauküche ganz oder teilweise austauschen, so konnten sie bisher die Einzelteile als Ersatzbeschaffung sofort in voller Höhe als Werbungskosten geltend machen. Bei Neuanschaffungen konnten Einzelteile, wie z. B. ein Geschirrspüler oder Kühlschrank aktiviert werden und zeitanteilig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Lag der Anschaffungswert unter 410 Euro, so war auch eine Sofortabschreibung als Geringwertiges Wirtschaftsgut möglich.

Moderne Einbauküchen sind ein einheitliches Ganzes

Im Dezember 2016 jedoch veröffentlichte der Bundesfinanzhof (BFH) ein Urteil, in dem er von seiner Rechtsauffassung abrückt und nunmehr eine Einbauküche als einheitliches Wirtschaftsgut ansieht. Im Ergebnis sind Einbauküchen immer als Gesamtheit aktivierungspflichtig und die Anschaffungskosten sind über die betriebliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zu berücksichtigen.

Der BFH begründete seine neue Rechtsauffassung damit, dass sich die Ausstattung einer Küche in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Während in der Vergangenheit noch Küchenspülen als einzelnes Möbelstück verbaut wurden, sind sie heute in die durchgängige Arbeitsplatte eingelassen. Auch die Herdplatte und der Backofen können getrennt voneinander oder auch gemeinsam in die Einbauküche integriert werden. Ein weiteres Argument des BFH war, .....

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Quelle: www.etl.de

 

 


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