Für 3000 Wohnungen verantwortlich

Zukunft in der Region: Drei junge Greizer arbeiten nun in der Immobilienwirtschaft. Was sie in der Region hält

Tobias Schubert
Greiz. Das Treffen ist schon außergewöhnlich, das geben selbst die Beteiligten zu: Drei Immobilienverwalter – Albrecht Immobilienwirtschaft, die Greizer Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (Gewog) um Geschäftsführerin Mandy Gläser und die Immobilienverwaltung Popp –, die eigentlich Konkurrenten sein sollten, kommen zum Pressetermin gemeinsam. „Wir verstehen uns alle gut und es funktioniert auch ohne Ellenbogen. Es ist ein gutes Miteinander“, freut sich Jan Popp.
Noch glücklicher ist er allerdings über den Grund, der die drei Unternehmen zusammengebracht hat.

Die drei jungen Greizer Felix Helbig, Stefan Baumann und Sara Popp (vorne von links) mit ihren jewei- ligen Chefs Mandy Gläser von der Gewog, René Albrecht und Jan Popp (hinten von links). TOBIAS SCHUBERT
Die drei jungen Greizer Felix Helbig, Stefan Baumann und Sara Popp (vorne von links) mit ihren jewei- ligen Chefs Mandy Gläser von der Gewog, René Albrecht und Jan Popp (hinten von links). TOBIAS SCHUBERT

Mit fünf Jahren schon Prospekte für den Papa gemalt

Denn es geht nicht um die drei Geschäftsführer und Firmenchefs, sondern um die Zukunft ihrer Unternehmen, die mit Sara Popp, Felix Helbig und Stefan Baumann natürlich beim Treffen nicht fehlen darf. Alle drei sind nun in der Immobilienbranche tätig, nachdem sie gemeinsam über die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen ihre Ausbildung zum Immobilienkaufmann/-frau absolviert haben und, ebenfalls über die IHK, ein Bachelorstudium zum „Professional Real Estate Management“ – frei übersetzt Professionelles Immobilienmanagement – erfolgreich abschlossen. Inzwischen sind sie alle in den jeweiligen Firmen angestellt. Auf ganz unterschiedlichen Wegen kamen die drei jungen Greizer zu ihrem Beruf, wie sie erzählen.
Während Sara Popp und Stefan Baumann familiär „vorbelastet“ waren und in der Branche aufwuchsen – zum einen als Tochter von Jan Popp, die bereits mit fünf Jahren Prospekte für ihren Vater malte und einmal auch das Unternehmen übernehmen soll, zum anderen als Neffe von René Albrecht –, stieß Felix Helbig bei der Berufsmesse des Landkreises Greiz in der Vogtlandhalle auf den Job und war sofort angetan.

Vielfältigkeit des Berufs war entscheidend

Es ist vor allem die Vielfältigkeit des Berufs, welche die drei begeistert.„Jeder kann seine Stärken einbringen“, sagt beispielsweise Sara Popp, die sich inzwischen hauptsächlich um die Verwaltung von Wohngemeinschaften kümmert. Wer mehr mit Mathe anfangen könne, könne in der Buchhaltung seine Nische finden, wer lieber mit Menschen zu tun hat und kommunikationsfreudig sei, könne auch das ohne Probleme ausleben. „Es gibt so viele Möglichkeiten“, ist auch Felix Helbig angetan.
Zumal man auch die freie Wahl habe, ob man beispielsweise das Studium absolvieren wolle. Darin werde das Wissen noch einmal vertieft, der Schwerpunkt beispielsweise mehr auf Personalmanagement und Betriebswirtschaft gelegt, man lerne quasi, wie ein Geschäftsführer arbeite.
Man sei die Vertretung der Immobilieneigentümer, ergänzt Jan Popp für seine Firma. „Mancher kann sich das vielleicht gar nicht vorstellen, aber es gibt Immobilienbesitzer, die waren seit 20 Jahren nicht mehr in Greiz und trotzdem klappt alles mit den Handwerken, mit Aus- und Einzügen und auch die anderen Sachen.“ Dafür sei man als Objektverwalter da.
Die Entscheidung für Greiz ist dabei bei den drei Berufseinsteigern bewusst gefallen. Natürlich spielten familiäre Bindungen eine Rolle, aber auch die Liebe zum ländlichen Raum oder auch die Herausforderung, in einer Stadt mit so viel toller, historischer Architektur zu arbeiten, sei eine ganze Besondere. Die drei Unternehmen zusammen verwalten circa 3000 Wohnungen in Greiz, Langenwetzendorf und Umgebung. Die Immobilienverwaltung Popp und die Gewog wollen auch in diesem Jahr wieder Nachwuchs ausbilden und nehmen Bewerbungen gerne entgegen.

OTZ vom 16.02.2023


Die Branche
Mit knapp 800.000 Unter nehmen und rund 3,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist die Immobilienwirtschaft nicht nur einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands, sondern mit einer Zunahme an Beschäftigung und Wertschöpfung auch eines der dynamischsten Wachstumsfelder. Die Branche vereinigt über 26 Prozent aller Unternehmen und rund zehn Prozent aller Beschäftigten auf sich. Mit über 645 Milliarden Euro trug die Immobilienwirt schaft 20 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland 2021 bei. Sie ist damit wesentlich größer als der Fahrzeugbau, dessen Wertschöpfung 2019 bei 153 Milliarden Euro lag, und nahezu ebenbürtig mit dem verarbeitenden Gewerbe (2021: 653 Milliarden Euro).
Quelle: ZIA – Die Immobilienwirt-
schaft

 

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