ETL: Wohnungen braucht das Land: Staatliche Zuschüsse und steuerliche Vergünstigungen in Sicht

03.10.2018

Mietpreisbremse, Wohnungsgipfel, Baukindergeld, Sonderabschreibungen für Wohnungen: Die Politik versucht mit verschiedenen Mitteln und auf unterschiedlichen Wegen dem wachsenden Wohnungsbedarf gerecht zu werden und steigenden Mietkosten Einhalt zu gebieten. Bereits heute müssen private Haushalte 40 Prozent und mehr ihres Nettoeinkommens für das Wohnen aufbringen.

Baukindergeld: Für jedes Kind 12.000 Euro vom Staat
Während die Mietpreisbremse eine zivilrechtliche Maßnahme der Regierung ist und auch der Wohnungsgipfel eher einen organisatorischen Akt darstellt, gehört das Baukindergeld zu den aktuellen staatlichen Förderinstrumenten. Gefördert werden Familien mit minderjährigen Kindern, die erstmalig Wohneigentum bilden. Das Baukindergeld erhalten Familien für jedes Kind, welches am Tag der Antragstellung noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat. Dies sind 12.000 Euro, verteilt über 10 gleiche Jahresraten. Der Antrag auf Baukindergeld darf bei der KfW-Bank erst nach Einzug in das neue Heim beantragt werden, wobei zwischen Einzug und Antragstellung aber maximal drei Monate liegen dürfen. Für Kinder, die erst nach der Antragstellung geboren oder in den Haushalt aufgenommen werden, kann kein Baukindergeld beantragt werden. Zudem sind Familien nur förderfähig, deren zu versteuerndes jährliches Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro (bei einem Kind) zuzüglich 15.000 Euro je weiterem Kind unter 18 Jahren beträgt. Als jährliches Haushalteinkommen wird das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen des Antragstellers und seines Ehe- oder Lebenspartners bzw. des Partners aus eheähnlicher Gemeinschaft aus dem zweiten und dritten Jahr vor der Antragstellung angesehen. Eventuelle Einkommen der Kinder werden beim Haushaltseinkommen nicht mitgerechnet.

Da nur der erstmalige Erwerb von Wohneigentum gefördert wird, ist eine Beantragung von Baukindergeld ausgeschlossen, wenn bereits Wohneigentum existiert, auch wenn es ganz oder teilweise vermietet ist. Interessant ist jedoch die Aussage der KfW-Bank als auszahlende Stelle, dass das Baukindergeld über den vollen Auszahlungszeitraum von 10 Jahren gewährt wird, auch wenn das Kind innerhalb dieses Zeitraums den 18. Geburtstag feiert.

Grunderwerbsteuer soll Wohneigentum nicht verteuern Die FDP-Fraktion im Bundestag verfolgt einen anderen Ansatz, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen.Ganzen Artikel bei ETL lesen


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