Frankfurter Allgemeine: Eigenheim macht glücklicher

17.11.2017

Ein hoher Anteil von Mietern gehört zu den Besonderheiten der Wohnsituation in Deutschland: Während beispielsweise in Spanien rund 83 Prozent der Haushalte im eigenen Haus leben und es in Italien 69 Prozent der Haushalte sind, leben in Deutschland nur 44 Prozent der Haushalte im eigenen Haus. Das hat unterschiedliche Gründe. Positiv formuliert, hängt es mit dem Funktionieren des Mietmarktes zusammen, man bekommt in Deutschland einfach leichter eine Mietwohnung als in manchen anderen Ländern. Es hängt aber auch mit der Geschichte des sozialen Wohnungsbaus hierzulande zusammen, mit der Organisation des Wiederaufbaus nach dem Krieg und mit der zunehmenden Verstädterung und Konzentration in Ballungsräumen.

Es ist aber offenbar nicht so, dass die Deutschen einfach lieber zur Miete wohnen, weil der Vermieter sich dann um alles kümmert und sie sich keine Sorgen machen müssen, wer das Dach bezahlt, wenn es alt und durchlässig wird. Eine Umfrage der Direktbank ING-Diba unter 13.000 Verbrauchern in 13 europäischen Ländern jedenfalls zeigt, dass in allen Ländern zwar Mieter wie Eigenheimbesitzer im Großen und Ganzen mit ihrer Wohnsituation einigermaßen zufrieden sind. Es gibt aber hinsichtlich der Zufriedenheit dann offenbar doch leichte Unterschiede – die Eigenheimbesitzer äußern sich leicht etwas positiver über ihre eigene Befindlichkeit. Und das hat dann zur Folge, dass die Deutschen, unter denen es mehr Mieter als Eigenheimbesitzer gibt (der Median-Deutsche wohnt nicht im eigenen Haus), ein wenig unzufriedener sind als die Menschen in typischen Eigenheimländern. So jedenfalls geht die Erzählung dieser Studie.

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