OTZ: Faible für historische Gebäude: Greizerin startet Ausbildung im väterlichen Immobilienbüro

10.08.2016

Die Auszubildende Sara Popp mit Firmenchef und Vater Jan besprechen am Computer den Internetauftritt der Firma. Foto: Christian Freund

Die Auszubildende Sara Popp mit Firmenchef und Vater Jan besprechen am Computer den Internetauftritt der Firma. Foto: Christian Freund

Durch die Ausbildung im väterlichen Immobilienbüro kann die 16-jährige Sara Popp aus Greiz ihren Traumberuf erlernen und später vielleicht sogar die familieninterne Nachfolge ihres Vaters antreten.

Greiz. Sara Popp gehört zu den zahlreichen Jugendlichen im Landkreis Greiz, die in diesen Tagen eine Berufsausbildung aufgenommen haben. Für die 16-Jährige, die zuvor die Mittlere Reife in der Regelschule Greiz-Pohlitz mit teils sehr guten Noten abgeschlossen hat, geht damit der Wunsch in Erfüllung, ihren Traumberuf erlernen zu können. Darüber ist auch ihr Vater Jan Popp erfreut, der das gleichnamige Greizer Maklerbüro führt. "Schließlich könnte mit Sara irgendwann einmal meine Nachfolge gesichert ­werden", erklärte er augen­zwinkernd.

Soweit denkt die Jugendliche allerdings noch nicht. Bevor sie sich entschloss, die drei Lehrjahre in dieser Branche anzutreten, hatte sie im Immobilienbüro ihres Vaters drei Praktika absolviert und Gefallen an dieser Tätigkeit gefunden. Schließlich hat die Auszubildende neben dem Faible fürs allgemeine Mode­geschehen ein ganz besonderes Hobby – das Interesse an historischen Gebäuden. "Die alten Greizer Häuser, von denen jedes eine eigene, ganz besondere Geschichte erzählen könnte, finde ich besonders spannend. Ebenso unsere Schlösser, die der Stadt ein besonderes Gepräge geben", erklärte Sara, die ihr Wissen darüber sicherlich auch in ihren künftigen Beruf einbringen kann. "Ich freue mich, dass mit Sara sprichwörtlich ein frischer Wind in die Firma kommen wird, denn die Jugendlichen kennen sich in sozialen Netzwerken bekanntlich besonders gut aus. Ich verknüpfe damit die Hoffnung, dass wir neue Verkaufsstrategien im Internet entwickeln können. Sie hat bereits Videos gedreht, die bisher gut ankamen", erklärte der Immobilienmakler, der gegenwärtig fünf Mitarbeiter beschäftigt. Jetzt geht es aber erst einmal für Sara darum, in der vor ihr liegenden Ausbildungszeit das "Handwerk" einer Immobilien­kauffrau zu lernen. Immobilienkaufleute benötigen eine ganze Reihe verschiedener Qualifikationen. Finanzierungskonzepte und kaufmännische Abrechnungen erfordern von ihr auch mathematische ­Sicherheit.

Christian Freund / 10.08.16 / OTZ


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